Jungfräuliches Kokosnussöl Herkömmliches Kokosfett wird aus Kokosnüssen gewonnen, die in großen Plantagen auf den Phillipinen, in Indonesien und Indien wachsen. Die reifen Nüsse werden gesammelt, aufgeschlagen und zu Kopra getrocknet. Durch unsachgemäßes Trocknen kann die Kopra Schimmel oder unerwünschte Schadstoffe enthalten.
Aus Kopra wird das Kokosfett herausgepresst oder mit Lösungsmitteln herausgelöst. Dieses Fett ist für den menschlichen Verzehr zunächst ungeeignet. Um es genießbar zu machen, muss es aufwändig raffiniert, desodoriert und gebleicht werden. Nicht selten erfolgt noch teilweise Härtung, bei der gesundheitsschädliche Trans-Fettsäuren entstehen.
Im Unterschied dazu bleiben „jungfräuliche“ Kokosnussöle (oft als virgin coconut oil bezeichnet) wie sie im Bioladen oder im Internet zu beziehen sind, weitgehend naturbelassen. Die besten Qualitäten stammen von Palmen aus ökologisch arbeitenden Familienbetrieben, in denen die Nüsse von Hand geerntet und nach traditionellen Verfahren verarbeitet werden. Dazu wird das Kokosnussfleisch ohne vorherige Trocknung aus frischen Nüssen gepresst und anschließend nur noch leicht erwärmt und gefiltert.