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WAS ESSEN, WENN DER KREBS SCHON ZUGESCHLAGEN HAT?
 

Zur richtigen Ernährung beim Vorliegen einer Brustkrebserkrankung gibt es so gut wie keine Forschungsergebnisse! Kein Wunder, dass hier Ernährungs-Gurus mit allerlei wundersamen Anti-Krebs-Diäten besonders leichtes Spiel haben. In Ermangelung handfester Daten kann die Frage hier nicht lauten „was ist erwiesen?“, sondern: „schadet es der Patientin?“ Die Lehrbücher sind sich einig, dass alle einseitigen Kostformen, sei es nun reine Rohkost, Saftfasten oder Hungerkuren, schädlich sind. Denn ein Tumor kann nicht ausgehungert werden! Am Ende ist die Patientin schlecht ernährt und ihre ohnehin eingeschränkte Lebensqualität sinkt weiter.

Auch vor Exzessen aller Art sei gewarnt, beispielsweise vor hoch dosierten Vitamingaben. So liegen Hinweise darauf vor, dass Vitamin E und C vom Tumorgewebe gezielt angereichert werden können. So schützt sich der Tumor möglicherweise vor den Medikamenten, die ihn zerstören sollen. Ob Vitamingaben sinnvoll sind und wenn ja, in welcher Dosierung, sollte daher sehr sorgfältig mit dem Arzt abgewogen werden.

Bei allen noch vorhandenen Wissenslücken kann als gesichert gelten, dass es keine Diät oder Kostform gibt, die Krebs heilen kann! Insbesondere bei Gewichtsverlust und bei Appetitmangel oder Essstörungen durch die Therapie steht daher eine ausreichende, genügend (!) Fett und Eiweiß liefernde, qualitativ hochwertige Ernährung im Vordergrund!

(Kurzfassung eines Vortrages, gehalten am 17.5.2001 im Zentrum für Senologie der Kliniken Düsseldorf www.senologiezentrum.de)


Neue Denkansätze für die Prävention