Bei den Hungerkünstlern handelt sich keineswegs um bockige Teenager, die mit ein wenig guten Willen und ein paar psychologischen Tipps leicht zu behandeln wären. Magersüchtigen fehlt es auch nicht etwa am Appetit, im Gegenteil, sie beschäftigen sich unentwegt mit Nahrung und Essen. Ihr Problem ist, dass sie süchtig nach Hunger sind. Sie verhalten sich ebenso wie süchtige Jogger auf der Jagd nach dem "Runner's High" und ebenso wie Fixer oder Alkoholabhängige. Sie zeigen das typische, selbstzerstörerische Verhalten, das allen Süchtigen gemeinsam ist. Aber wie kann man von Hunger und Magerkeit abhängig werden?
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