Richtig ist zwar, dass dicke Menschen häufiger einen hohen Blutdruck, hohe Cholesterin- und Blutzuckerwerte haben und dass Übergewicht das Risiko für Diabetes, Gicht, Herzinfarkt, Schlaganfälle und bestimmte Krebsarten (z.B. Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren) steigert. Aber: Wer Fülliger ist, hat ein geringeres (!) Risiko für Osteoporose und für andere Krebsarten (z.B. Lungenkrebs und Brustkrebs vor den Wechseljahren). Zudem bedeutet ein „erhöhtes Risiko“ nicht, dass der Blutdruck bei allen Dicken zwangsläufig ansteigt und dass jeder Übergewichtige frühzeitig einem Infarkt erliegt. Das Körpergewicht ist eben nur ein Risikofaktor von vielen für diese Erkrankungen - und nicht deren Ursache.
Gerne wird verschwiegen, dass sich - je nach Studie - die genannten Gesundheitsrisiken häufig nur bei den Männern und meist erst bei einem Body Mass Index von 27 bis 30 bemerkbar machen. Das würde für einen 1,80 großen Mann bedeuten, dass ein Gewicht bis 94 Kilo gesundheitlich eher unbedenklich ist. Dennoch wird von den meisten Fettsucht-Experten bei beiden Geschlechtern ein BMI ab 25 als "behandlungsbedürftiges Übergewicht" eingestuft. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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