Auch Herzinfarkte sind im Sommer und in südlichen Breiten seltener als im hohen Norden oder im Winter. Und der gefürchtete Knochenabbau, der zur schmerzhaften Osteoporose führt, ist umso stärker, je weniger Sonne man abbekommt. Vor diesem Hintergrund ist es absolut unverständlich, dass der Einfluss des Sonnenlichts nicht intensiver erforscht wird und dass Aufenthalte an der frischen Luft nicht stärker in die Krankheitsvorbeugung eingebunden werden.
Während körperliche Aktivität unumstritten als gesund und lebensverlängernd gilt, hat noch niemand richtig untersucht, ob nicht ein beträchtlicher Teil der Lorbeeren, die dem Sport zugeschrieben werden, dem Licht gebühren, weil die Aktivitäten im Freien stattfanden, dort, wo uns auch die unsichtbaren UV-Strahlen der Sonne erreichen.
Wie viele Fälle von Herzinfarkt, Übergewicht, Zuckerkrankheit, Brust- und Darmkrebs lassen sich wohl auf einen Mangel an natürlichem Sonnenlicht und/oder auf zu viel Kunstlicht zurückführen? Statt für mehr Tageslicht zu sorgen und bessere Lampen zu entwickeln, wird uns gewöhnlich geraten, weniger zu essen. Dabei empfahl schon vor 2.500 Jahren Hippokrates den Fettleibigen nicht etwa eine Diät, sondern Licht: Sie sollten möglichst häufig nackt in der Sonne umherlaufen.
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