Muttermilch ist einleuchtend, aber warum Früchte? Weil Bananenstauden, Kiwi-Sträucher und Apfelbäume sich eine besondere Strategie zur Verbreitung ihrer Samen ausgedacht haben: Sie umgaben sie mit einem süßen, duftenden Fruchtfleisch, das insbesondere Säugetiere wie Affen, Pferde, Bären oder eben Menschen anzieht. Die verzehren die nahrhaften Früchte mit dem großem Vergnügen und scheiden die unverdaulichen Samen andernorts wieder aus, umgeben von einem ordentlichen Dunghaufen als „Startkapital“. So konnten die Obstgewächse sicherstellen, dass ihre Samen eine möglichst gute und weite Verbreitung erfahren. Insofern sind viele Früchte von der Natur „extra“ für Säugetiere wie den Menschen gemacht.
Am Äquator mag es noch gelingen, nur von Früchten zu leben, doch im kalten europäischen Winter war eine reine Früchtekost früher schlicht unmöglich und heute wäre sie wahrlich kein Vergnügen - einmal ganz davon abgesehen, dass sie für Kinder gefährlich einseitig ist und auch bei Erwachsenen zu Mangelerscheinungen führen kann. Außerdem leben die meisten Menschen auf dieser Erde von einer gemischten Kost, auch die Naturvölker.
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