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WAS HEIßT BASENÜBERSCHÜSSIG?
 

Es geht bei der Einteilung in säure- bzw. basenüberschüssige Nahrung nicht darum, ob die Lebensmittel sauer schmecken, wie etwa Zitronen oder saure Gurken. Entscheidend ist, wieviel Säure oder Basen im Körper nach dem Verzehr der Lebensmittel entstehen. Für die Basenbildung ist vor allem der Gehalt an Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium verantwortlich, für die Bildung von Säuren vor allem der Eiweiß- und Kohlenhydratgehalt. Vereinfachend lässt sich sagen, dass Gemüse, Salate, Obst und Milchprodukte zu den Basenbildnern gehören, während Getreideprodukte, Käse, Eier, Fisch und Fleisch, Kaffee und Cola als Säurebildner gelten.

Basenüberschuss für alle?
Bei aller Euphorie für die neuen Erkenntnisse in Sachen Säure-Basen-Gleichgewicht darf nicht vergessen werden, dass die Menschen unterschiedlich sind und dass sich nicht jeder bei einer sehr obst- und gemüsereichen Kost wohlfühlt. Prof. Karl Pirlet aus Garmisch-Partenkirchen weist darauf hin, dass vor allem hagere, kälteempfindliche Typen (Leptosome) mit allzu viel Gemüse, Kartoffeln und Obst nicht gut klarkommen. Der Naturheilarzt hat die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen eine leicht verdauliche, eiweißbetonte Kost besser vertragen. Obst und Gemüse dürfen sie zwar auch täglich genießen, Pirlet empfiehlt jedoch nur gut bekömmliche Sorten wie Blattsalate und zartes, gedünstetes Gemüse und rät bei der Menge zum Maßhalten.


Knackpunkt Eiweiß | pH-Wert: Grenze für die Körperchemie