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KNACKPUNKT EIWEIß
 

Den eiweißreichen Lebensmitteln, vor allem dem Fleisch, wird meist nicht viel Gutes nachgesagt. Sie gelten als Säure bildend, und in manchen Studien kam es unter einer eiweißreichen Kost zu einer erhöhten Ausscheidung von Calcium, was wiederum das Risiko für Osteoporose erhöht. Andererseits werden magere Eiweißträger (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) zunehmend empfohlen, weil sie viele Nährstoffe liefern, gut sättigen und die Fett- und Zuckerwerte im Blut günstig beeinflussen. Immer mehr Ernährungswissenschaftler fordern neuerdings weniger Getreide und mehr Milchprodukte, Fleisch und Fisch auf den Tellern. Eine Auswertung der berühmten Framingham-Studie ergab, dass man das Fleisch beziehungsweise die eiweißreichen Lebensmittel nicht isoliert betrachten darf: Entscheidend ist, was dazu gegessen wird. Denn bei den Senioren in Framingham gingen sowohl eine hohe Obst- und Gemüsezufuhr als auch eine hohe Eiweißzufuhr mit einer besseren Knochengesundheit einher.

Dieses Ergebnis stimmt auch mit den Erkenntnissen der Evolutionsforscher überein: Die „Steinzeitkost“ war nicht nur basenreich, sondern auch fett- und eiweißreich. Gegen regelmäßige Fleisch- und Fischportionen spricht demnach nichts, so lange sie von einer ordentlichen Portion Grünzeug begleitet werden.

Was tun?
Wer auf einen regelmäßigen Konsum von frischem Obst und Gemüse achtet, ist auf der sicheren Seite. Eine gewisse Zurückhaltung bei phosphatreichen Produkten wie Softdrinks oder Schmelzkäse ist ohnehin empfehlenswert. Keinesfalls sollte man sich verrückt machen und sich allzu strenge Ernährungsregeln auferlegen (lassen). Denn auch die bei Stress ausgeschütteten Hormone sollen zu einem Säureüberschuss führen – und dann hätte man vielleicht ganz umsonst so viel Gemüse gegessen.


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