Sauer macht lustig – warum eigentlich? Wenn es um gesunde Ernährung geht, so hört man immer wieder, zu viel Säure sei gar nicht lustig für den Körper. Ganze Bücher beschäftigen sich mit dem Thema „Krank durch Übersäuerung“ und empfehlen eine „basenüberschüssige Kost“. Sollen wir jetzt auch noch ein Lackmuspapier ins Essen halten, um zu sehen, ob es sich rot oder blau färbt, also sauer oder basisch reagiert? Ist an der Geschichte überhaupt etwas dran?
Die etablierte Ernährungswissenschaft hat die Säure-Basen-Theorie bislang als unbewiesen abgelehnt. Sie argumentiert, dass der Körper über ausreichend Puffersysteme verfügt, um stets ein gesundes Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen herzustellen. So werde beispielsweise der pH-Wert des Blutes, eine Maßzahl für dessen Säure- bzw. Basengehalt, in sehr engen Grenzen konstant gehalten.
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