Menschliche Wesen gibt es seit etwa zwei Millionen Jahren auf der Erde. 99,5% dieser Zeit lebten wir als Jäger und Sammler, das heißt von Fett, Fleisch, Innereien, Hirn, Knochenmark und Eiern, ergänzt durch ein paar Nüsse, Früchte, Wurzeln, Blätter und gelegentlich wohl auch etwas Honig. Müsli, Kartoffeln, Milch und Zucker gab es in all diesen Jahrtausenden nicht – natürlich auch keine Cola und kein Fast Food, aber das ist eine andere Geschichte.
Erst mit der Einführung des Ackerbaus vor rund 10.000 Jahren wurden unsere Vorfahren sesshaft und aßen zunehmend mehr Kohlenhydrate. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich dramatisch, wie Ausgrabungen belegen: Erstmals trat Karies auf, die Menschen blieben kleiner, ihr Gehirn schrumpfte und ihre Lebenserwartung sank.
Erst ganz allmählich entwickelten sie Techniken wie Brauerei und Bäckerei, mit denen sie das schwer verdauliche Getreide aufschließen und besser verdaulich machen konnten. Bis heute ist die völlige Anpassung an eine kohlenhydratreiche Kost aber noch nicht gut gelungen, zumindest bei einem Teil der Menschen. Spinnt man diese Gedanken weiter, wird klar, dass der Mensch genetisch an eine eiweiß-, fett- und cholesterinbetonte Kost, kombiniert mit Früchten, stärkearmem Grünzeug und Nüssen gut angepasst sein muss. Dagegen tut er sich mit (viel) Kohlenhydraten in Form von Stärke und Zucker noch immer schwer, vor allem wenn er, bar jeder Muskelaktivität, sie nicht laufend verbrennen kann.
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