Angeblich „gesunde“ Ernährung macht krank
Nein, es geht nicht um Nitrofen, Hormone oder BSE. Das alles ist schlimm genug und müsste mitsamt der illegalen Machenschaften, die dahinter stecken, noch heute aus der Welt geschafft werden. Es geht vielmehr um die ganz „normalen“ Empfehlungen der Ernährungswissenschaft zur „gesunden“ Ernährung.
Seit 40 Jahren hören wir, gesund sei eine möglichst fett-, cholesterin- und salzarme Kost, die dafür reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen ist. Kaum ein Ratgeber, der nicht vor fettigen Fingern beim Essen warnt und stattdessen Vollkornknäcke und Nudeln empfiehlt. So fürchtet sich alle Welt vor Butter und Öl, Sahne und Speck. Und stopft derweil Brot, Müsli und Kartoffeln en masse in sich hinein – von irgend etwas muss der Mensch ja satt werden. Diese „komplexen“ Kohlenhydrate seien (im Gegensatz zu Zucker) die „guten“: gesund und der Garant für eine schlanke Linie.
Womöglich wurden die Menschen jahrzehntelang falsch beraten. So hatten kürzlich zwei amerikanische Studien ergeben, dass ein „gesundes“ Essverhalten im Sinne von „fettarm-kohlenhydratreich“ kaum Vorteile bringt. Die Bostoner Forscher rieten darauf hin keineswegs zu Gleichgültigkeit oder Völlerei, sondern forderten dazu auf, die gängigen Regeln zu hinterfragen.
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