Amerikanische Ernährungswissenschaftler entdecken grade das volle Korn. Im Land der Labberbrote ist immer öfter zu hören, das Volk möge bitte nicht irgend ein Brot und normale Cornflakes essen, sondern Produkte aus Vollkorn. Für den deutschen Esser ist das nichts Neues. Bei uns stehen Vollkornbrot und Körnermüsli schon lange hoch im Kurs – zumindest bei Ernährungsberatern und Vollwertköstlern. Die staunten aber nicht schlecht, als mitten in die neue Vollkorn-Euphorie Meldungen platzten, wonach Marmorkuchen gesünder sei als Vollkornbrot und Weizenflocken. Doch halt, das ist noch kein Grund, die Getreidemühle wegzuwerfen oder gar den Bäcker zu verklagen.
Was sind die Hintergründe für diese gegensätzlichen Auffassungen? Zunächst die Ausgangslage: Getreideprodukte wie Nudeln, Brot, Reis und Müsli sollten nach Ansicht vieler Ernährungsfachleute die Basis unserer Ernährung bilden, weil sie viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe aber wenig Fett enthalten. Diese Kombination gilt als besonders gesund, weil dem Fett gerne die Schuld für Übergewicht und Herzinfarkt in die Schuhe geschoben wird.
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