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 MILCH UND MORBUS CROHN
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MORBUS CROHN DURCH LEBENSMITTEL-BAKTERIEN?
 

Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung, von der mindestens 170.000 Patienten in Deutschland betroffen sind. Morbus Crohn zu haben, kann unter anderem bedeuten, alle 30 Minuten zur Toilette rennen zu müssen. Oft bleibt den Patienten und ihren Ärzten nichts anderes übrig, als die betroffenen Darmabschnitte nach und nach zu entfernen. Doch diese Prozedur ist gefährlich und nur sehr begrenzt einsetzbar.

Über die Ursachen dieser schweren Erkrankung wird heftig gestritten. Eine Überlegung, dass nämlich bestimmte Bakterien (Mycobacterium paratuberculosis) als Auslöser infrage kommen, wurde bislang als unsinnig abgetan (siehe Hintergrundinfos). Der Nachweis dieser Bakterien ist äußerst schwierig. Doch mit den verbesserten Labormethoden der jüngsten Zeit haben sich die Hinweise verdichtet: Diese Mycobakterien scheinen - neben einer erblichen Veranlagung - eine Ursache von Morbus Crohn zu sein.

Da die Mycobakterien in unserer Umwelt und in unseren Nutztieren weit verbreitet sind und weil sie die übliche Pasteurisation z.B. von Milch überstehen, ist das Thema für die Lebensmittelwirtschaft, die Landwirtschaft und die Behörden hoch brisant (BgVV-Papier [672 KB] ).

Um die Verbraucher zu schützen müßte zunächst die Verbreitung des Erregers in Nutztieren, in der Umwelt sowie in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln festgestellt und dann reduziert werden. Auch die Verarbeitungstechniken zahlreicher Lebensmittel müssen überprüft, Erhitzungszeiten ggf. verlängert werden. Für die Patienten müssen wissenschaftlich fundierte Ernährungs-Empfehlungen erarbeitet werden (Selbsthilfe).