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Auf der Suche nach dem persönlichen Ess-Typ
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Was den einen nährt bringt den anderen um – diese Erkenntnis ist keineswegs neu, sondern seit Tausenden von Jahren bekannt. Alle alten Kulturen, seien es indische, chinesische oder europäische, haben bei der Ernährung und in der Medizin auf die Konstitution (lat. constitutio = Zusammensetzung) der Menschen geachtet, auf ihren Körperbau, ihr Temperament und ihre Verdauungskapazität. So sind etwa die Mayr-Ärzte seit Generationen darum bemüht, ihre Ernährungsempfehlungen auf den Körperbau und die Verdauungskraft ihrer Patienten abzustimmen, und die ayurvedische Lehre will das „Verdauungsfeuer Agni“ stärken.
Nur die „moderne“ Ernährungswissenschaft leistet es sich noch, alle Menschen weitgehend über einen Kamm zu scheren. Sie beruft sich dabei zwar auf wissenschaftliche Studien. Die hantieren jedoch in der Regel mit Durchschnittswerten. Doch wer kann sagen, ob eine Maßnahme, die dem Durchschnitt der Bevölkerung nützt, einem einzelnen Menschen nicht schadet? Wer weiß, ob eine im Durchschnitt nutzlose Maßnahme nicht doch manchem geholfen und die Lage von ebenso vielen anderen verschlimmert hat?
Erst allmählich beginnt die Ernährungswissenschaft, sich diesem Problem zu stellen. So wiesen amerikanische Diabetologen kürzlich darauf hin, man müsse selbst die beste medizinische Evidenz an die individuellen Gegebenheiten und Vorlieben des jeweiligen Patienten anpassen. Fettforscher von der Pennsylvania State Universität schrieben in einem renommierten Fachblatt, sie würden es begrüssen, wenn die Empfehlungen zur optimalen Fettzufuhr individualisiert werden könnten. Und kürzlich wies Professor Kenneth Setchell im Journal of Nutrition darauf hin, dass der gesundheitliche Effekt von Sojaprodukten bei den Menschen unterschiedlich ausfällt, je nachdem wie gut ihre Darmflora „funktioniert“.
Eine ganz neue Forschungsrichtung könnte den Erkenntnisgewinn hierzu deutlich befördern: Die Nutrigenomforschung sucht nach Zusammenhängen zwischen dem Erbgut und den Nahrungsbedürfnissen des Menschen. Erste Erkenntnisse zeigen, dass eben nicht jeder gleich auf Schadstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Nährstoffe reagiert. Zwar ist noch eine Menge Forschungsarbeit nötig, doch schon schießen Labors wie Pilze aus dem Boden, die Gen-Checks und darauf basierende „individuelle“ Ernährungspläne nebst Ergänzungsmitteln anbieten. Doch Vorsicht: Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen der individuellen Gen-Ausstattung und der Ernährung steckt noch in den Kinderschuhen und verspricht meist mehr als sie halten kann.
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Ernährung nach den 5 Elementen
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