Frisches Grünzeug und volle Körner – die ursprünglich als „Außenseiter-Diäten“ belächelten alternativen Kostformen haben sich längst einen Stammplatz in der Ernährungsszene erobert. Gestritten wird in der Praxis meist nur noch um Details und um das Für und Wider beim Tierischen. Freilich war das aufeinander Zugehen nicht einseitig. Die „Alternativen“ bemühten sich um die Anerkennung der „klassischen“ Ernährungswissenschaft à la DGE, die eine vollwertige Ernährung empfiehlt.
Gerne betont beispielsweise die Vollwert-Ernährung, dass ihre Kostpläne die DGE-Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr leicht erfüllen. Doch dafür mussten Abstriche gemacht werden. So ging die Vollwert-Lehre ursprünglich davon aus, dass weder Nährwerttabellen noch das Zählen von Kalorien oder Fettaugen nötig ist. Die Natur würde das mit dem Nährstoff- und Kaloriengehalt des Essens schon richten. Doch mittlerweile empfiehlt auch die Vollwert-Ernährung (nicht die Vollwertkost) jodiertes Speisesalz und einen eher fettarmen Speiseplan.