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OBST UND GEMÜSE: DATENSALAT
 

Die Datenlage bei Magenkrebs ist typisch, denn auch bei anderen Krebsformen sind prospektiv erhobene, signifikant erniedrigte Risiken eher die Ausnahme. So fand sich nur in fünf von zehn Untersuchungen ein vermindertes Risiko für Lungenkrebs bei steigendem Obst- und/oder Gemüsekonsum, allerdings bei wechselnden Kategorien: Zweimal waren es die Teilnehmer, die das meiste Obst aßen (36, 84), einmal jene, die viel Gemüse und Blattsalate verspeisten (131), einmal profitierten nur Raucher und Ex-Raucher von großen Gemüseportionen (139), dann wieder nur Nichtraucher, die viel Äpfel aßen (80).

Das gleiche Verwirrspiel beim Darmkrebs: Von vier Studien fand eine keinen Zusammenhang zu grünem Salat (111), einmal sank das Risiko nur, wenn auch regelmäßig Aspirin eingenommen wurde (135), einmal sank es nur bei Frauen, die viel Obst aßen, während es sich bei den Männern mit steigendem Konsum grüner Gemüse erhöhte (125), einmal fand sich unter 15 Gemüsearten nur eine Korrelation zu Knoblauch (132).

Insgesamt herrscht ein beispielloser Datensalat, der einen Krebsschutz für Gemüse und Obst allgemein, und erst recht für einzelne Arten, in Frage stellt. Die überwiegende Mehrheit der Studien spricht gegen einen direkten Zusammenhang.


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