|
|
|
 |
 |
 |
 |
INSULIN UND KREBS |
 |
|
|
Dass ein erhöhter Insulinspiegel (Hyperinsulinämie) das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöht, ist schon lange bekannt. Seit kurzem besteht nun der berechtigte Verdacht, dass zu viel Insulin auch Darm- und Brustkrebs fördert (16, 50, 69). Insulin fungiert als Wachstumsfaktor.
Da viele Krebszellen in der Lage sind, deutlich mehr Insulinrezeptoren auszubilden als das gesunde Gewebe, sind sie bei hohen Insulinspiegeln enorm im Vorteil (50, 79, 109).
Da die Hyperinsulinämie-Darmkrebs-Hypothese erst 1994 vorgeschlagen wurde, muss sie nun noch in epidemiologischen Studien überprüft werden. Allerdings lassen sich mit ihr schon heute einige Ungereimtheiten der bereits vorliegenden Darmkrebsstudien erklären (18, 50):
|
|
|
 |
Dicke Männer leiden häufiger an Darmkrebs als übergewichtige Frauen. Die Männer neigen - hormonell und genetisch bedingt - zu Fettpolstern am Oberbauch (Stammfettsucht), die wiederum auffällig häufig mit erhöhten Insulinspiegeln einhergehen. Dicke Frauen lagern ihr Körperfett eher im Bereich von Beinen und Po an, einer Körperform, die weder mit hohen Insulinspiegeln noch mit erhöhten Darmkrebsraten verbunden ist (20, 50).
|
 |
Drei prospektive Kohortenstudien (129, 140, 143) und mehrere Fall-Kontroll-Studien (z.B. 85) ergaben, dass Diabetiker häufiger an Darmkrebs erkranken. Einem Diabetes geht meist eine lange Phase der Hyperinsulinämie voraus.
|
|
|
|
Auch für einen Zusammenhang zwischen Hyperinsulinämie und Brustkrebs gibt es ernstzunehmende Hinweise:
|
|
|
 |
Insulin senkt die SHBG-Bildung in der Leber, so dass mehr bioaktive Sexualhormone im Blut zirkulieren (69). Da Tumoren der Brust hormonabhängig wachsen können, kann (zu viel) Insulin auf diesem Weg die Brustkrebsentstehung fördern.
|
 |
Die bei Frauen seltenere Stammfettsucht geht mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs einher (20, 50).
|
|
Lifestyle und Stoffwechsel | Gut angepasst
|
|