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Krebs und Ernährung

LIFESTYLE UND STOFFWECHSEL
 

Sowohl eine "Verwestlichung" - also das Leben in einer Wohlstandsgesellschaft - als auch die globale "Urbanisierung" - das Leben in städtischen Ballungsräumen - führt dazu, dass sich das Krankheitsspektrum der Menschen verändert: Parasitosen, Infektionserkrankungen und Magenkrebs nehmen ab, dafür erkranken mehr Menschen an Diabetes, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall, Darm- und Brustkrebs.

Diese Krankheiten korrelieren so auffällig mit dem wirtschaftlichen Wohlstand und mit einem urbanen Leben, dass sie als "Zivilisationskrankheiten" bezeichnet und gemeinhin auf die sogenannte "western diet" zurückgeführt werden, eine fett-, zucker- und alkoholreiche Ernährung, die wenig Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte enthält.
Ernährungsfaktoren alleine haben ihr Auftreten aber nicht erklären können. Zum "western lifestyle" gehören neben einem Überfluss an Nahrung eine geringe körperliche Anstrengung und ein Mangel an Tageslicht.

Vieles spricht dafür, dass diese Faktoren gemeinsam zu einer Stoffwechselsituation führen, die bei genetisch Disponierten Zivilisationsleiden fördert. Inzwischen ist auch klar, wie diese Stoffwechselsituation aussieht: Dreh- und Angelpunkt ist der in Überflussgesellschaften häufige erhöhte Insulinspiegel.


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