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Krebs und Ernährung

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Körperlich aktive Menschen verwerten Glucose in der Regel gut, sie zeigen eine hohe Insulinempfindlichkeit und niedrige Plasmainsulinwerte (151). Körperliche Betätigung bietet daher einen vielversprechenden Ansatz zur Prophylaxe von Zivilisationsleiden, inklusive Darm- und Brustkrebs.


 
Viele Fall-Kontroll- und Kohortenstudien bestätigten, dass vor allem Männer, die körperlich aktiv sind, seltener an Dickdarmkrebs leiden (z.B. 3, 25, 41, 47, 123, 127, 129, 141, 142). Neuere Studien fanden auch einen Schutzeffekt bei Frauen (z.B. 127). Es zeichnet sich außerdem ab, dass körperliche Betätigung selbst dann vor Darmkrebs schützt, wenn die Ernährung nach den derzeitigen Vorstellungen "ungünstig" ist (127).
Sportliche Mädchen erkranken im späteren Leben seltener an Brustkrebs (9, 10, 38). Hierfür wird der Einfluss des Sports auf die Hormone verantwortlich gemacht, der u.a. dazu führt, daß die Monatsblutung etwas später einsetzt, so dass sich die lebenslange Hormonexposition verringert.



 

Abnehmen unnötig
Sport und körperliche Anstrengung wirken sich nicht nur positiv auf die Fitness oder den Glucose- und Insulinstoffwechsel aus, sondern auch auf die Psyche: Stress wird abgebaut, und die Stimmung hellt sich auf. Darüber hinaus erhöht körperliche Aktivität die Lebenserwartung - und zwar unabhängig vom Körpergewicht (104, 105, 151). Um länger oder gesünder zu leben, ist es also nicht notwendig, abzunehmen. Es genügt demnach, aktiver zu werden.

Biologisch gesehen ist das auch sinnvoll: Körperliche Anstrengung hat die Evolution des Menschen begleitet. Sie scheint ein physiologisches Stimulans zu sein, das für einen reibungslosen Stoffwechsel zumindest hilfreich, wenn nicht gar notwendig ist. Der stimmungsaufhellende Effekt sorgt dafür, dass mit körperlicher Bewegung auch eine physiologische Belohnung in Form von Wohlbefinden verknüpft ist.

Die gute Laune sorgt normalerweise dafür, dass sich ein Lebewesen bewegt (und in der Regel nicht dick wird). Tierversuche ergaben, dass Energiezufuhr und Energieverbrauch normalerweise genau aufeinander abgestimmt sind, egal, welchen körperlichen Belastungen die Tiere ausgesetzt sind. Sobald man ihnen jedoch die Möglichkeit nimmt, sich ausreichend zu bewegen, beginnen sie, sich zu überfressen und werden fett (92). Bewegungsmangel wird vom Körper also nicht einfach so hingenommen, sondern durch Essen kompensiert. Hier mit Ernährungstips vorbeugen zu wollen, ist sicher der falsche Weg.


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