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Krebs und Ernährung

VITAMIN D UND DARMKREBS
 

Eine weitere Funktion des Sonnenlichts ist die Bildung von Vitamin D in der Haut, die durch die UV-B-Strahlen angeregt wird. Das Hormon "Vitamin D" reguliert nicht nur den Calciumhaushalt, sondern ist für ein funktionierendes Immunsystem und ein geregeltes Zellwachstum unentbehrlich (109). Außerdem erhöht es die Insulinempfindlichkeit und wirkt so hohen Blutzucker- und Insulinspiegeln entgegen (16).

Aufgrund dieser Eigenschaften kommt es als Schutzfaktor gegen Krebs in Frage. Trotz der augenfälligen Zusammenhänge zwischen der Versorgung mit Vitamin D und dem Tageslicht, kam offenbar noch niemand auf die Idee, das Licht als wichtigsten Garanten für genügend Vitamin D zu untersuchen.
Die epidemiologischen Studien beschränken sich alle auf die Vitamin-D-Zufuhr über Lebensmittel und Vitaminpillen, obwohl die Ernährung nur eine untergeordnete Rolle bei der Versorgung spielt - von den fischessenden Eskimos im lichtarmen Norden einmal abgesehen. Die vorliegenden Studien lassen daher nur eine vorläufige Bewertung zu, sie sprechen jedoch tendenziell für einen Schutzeffekt von Vitamin D (5, 43, 91, 107, 116, 150).

Aufenthalte im Freien sind die sicherste und wirksamste Methode, die Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten - ohne die Gefahr einer Überdosierung. Darüber hinaus kommt der Mensch auf diesem Weg in den Genuss aller gesundheitsförderlicher Wirkungen des Sonnenlichts, wie z.B. weniger Winterdepressionen, bessere Stimmung, vermindertem Süßhunger und einen optimierten Hormonhaushalt (114). Eine Gesundheitspolitik, die einseitig vor Sonnenbestrahlung und fettreichen, aber Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln warnt, erschwert die Prophylaxe hoher Insulinspiegel und wahrscheinlich auch die Verhütung bestimmter Krebsformen.


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