Nachdem die Frosta AG mit einer umfangreichen Qualitätsoffensive vorgeprescht ist, scheinen nun auch anderen Unternehmen nachzuziehen: Wie Reuters Health am 10. März berichtete, bietet McDonald´s in den USA neue Salatvariationen und fettärmere Chicken McNuggets an, in Großbritanien werde sogar frisches Obst offeriert. Hauptgründe für diese Maßnahmen sind vermutlich die seit einem Jahr einbrechenden Umsatzzahlen sowie der steigende öffentliche Druck aufgrund der zunehmenden Zahl der Dicken.
Auch der Konzern Unilever springt auf diesen Zug auf und verkündet, bei seiner Du-darfst-Linie künftig auf Nachhaltigkeit zu setzen: Ab sofort, so meldet heute der Pressedienst ots aus Hamburg, komme das Rind- und Schweinefleisch für diese Produktrange ausschließlich von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, deren rund 140 Betriebe sich der naturnahen Land- und Viehwirtschaft verschrieben haben. Unter der Internetadresse www.wissen-was-drin-ist.de kann dazu die kostenlose Broschüre "Lust auf Wurst: Du darfst - wissen was drin ist" angefordert werden.
Mein Senf dazu: Erfreulich, dass sich endlich etwas tut! Ob McDonald´s mit seinem eher halbherzigen Angebot den Nerv der Zeit trifft, wage ich zu bezweifeln - immerhin, die Idee mit dem Obst ist ganz nett.
Unilever scheint jedoch nur auf den ersten Blick kapiert zu haben, dass die Verbraucher gerne wüssten, was drin ist. Trotz des vielversprechenden Slogans ("Du darfst - wissen was drin ist"), finden sich auf der Homepage kaum Angaben über Zutaten, Zusatzstoffe und Herstellung der entsprechenden Wurstwaren. Immerhin nimmt sich Unilever der Tierhaltung an.
Rundum begrüßenswert finde ich dagegen das gut durchdachte Programm der Frosta AG, die ihr Angebot gründlich durchforstet und neu gestaltet hat. Sie verzichtet künftig u.a auf Aromen und Geschmacksverstärker, auf Farbstoffe und Nitritpökelsalz und ist mit einer aussagekräftigen Volldeklaration der Zutaten der Gesetzgebung weit voraus.
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