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21.01.03: NITRAT - VOM SAULUS ZUM PAULUS
 

"Der Spiegel" hatte kürzlich gemeldet, Rucolasalat enthalte extrem viel Nitrat. Die Stickstoffverbindung gilt bis heute als unerwünscht, da sie im menschlichen Körper über Nitrit in krebsauslösende Nitrosamine umgewandelt werden könnte. Deshalb gibt es für Nahrungsmittel wie Kopfsalat und Spinat seit Jahren Grenzwerte - für Rucola jedoch nicht.

Mein Senf dazu:
Kein Grund zur Panik: Neue Erkenntnisse sprechen dagegen, dass Nitrat so gesundheitsschädlich ist, wie bisher angenommen. Es mehren sich sogar Stimmen, die davon ausgehen, dass Nitrat möglicherweise ganz gesund ist, vor allem für Herz und Blutgefässe. Immerhin nehmen wir das meiste Nitrat mit Gemüse auf - und ein hoher Gemüseverzehr korreliert mit niedrigen Raten koronarer Herzkrankheiten.

Ausserdem zerfällt Nitrat im Magen zu Stickoxiden, die antibakteriell wirken (z.B. Addiscott TM, Benjamin N: Food Science and Technology Today 2000/Vol14/S.59-61). So könnte es Lebensmittelinfektionen und Magenschleimhautentzündungen verhindern und möglicherweise sogar vor Magenkrebs schützen.

Es steht also mal wieder ein Paradigmenwechsel an!

Auch das ZDF berichtete kürzlich über dieses Thema.


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