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26.03.03: RUCHLOS: PENNERGLÜCK STATT GRAND CRU?
 

Ulrich Bahnsen berichtet in der Zeit, dass der Mensch während seiner Evolution fast zwei Drittel seiner für das Riechen verantwortlichen Gene verloren hat. Wir scheinen das Riechen zugunsten des Sehvermögens zu "verlernen". Zwar könnten wir noch 10.000 verschiedene Gerüche wahrnehmen, doch gehe der evolutionäre Riechgen-Schwund munter weiter - vermutlich weil der Riechsinn nicht mehr so wichtig für unser Überleben ist, wie bei anderen Spezies.

Die deutsch-israelische Forschergruppe, die den fortschreitenden Schwund der Riechgene erforscht, fürchtet, dass als erstes die Kochkunst leiden wird. Denn "schon der Unterschied zwischen Fußschweiß und Gorgonzolasoße" erschließe sich "nur bei intaktem Nasenrepertoire". Ohne den richtigen Riecher sei uns das "Pennerglück" in der Zweiliterflasche ebenso lieb wie ein Grand Cru. (Ein Schelm, wer böses dabei denkt ...)

Einen vollständigen Verlust des Riechsinnes befürchten die Forscher jedoch nicht: Riechgene, deren Funktion noch biologisch nützlich sind, z.B. indem sie vor giftigen Stoffen warnen, blieben auch künftig erhalten.


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