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22.01.03: ZELLKULTUR-STUDIEN WERTLOS?
 

Die Ohio State University meldet, dass Forscher, die mit Zellkulturen arbeiten, diese offenbar mit zuviel Sauerstoff konfrontieren. Normalerweise sind Zellen nicht soviel Sauerstoff ausgesetzt (0,5 - 10%) wie in der üblichen Laborluft enthalten ist (21%).

Der Zellbiologe Chandan Sen und sein Team fanden jetzt in einer Studie mit Mäuseherz-Zellen heraus, dass sich diese sehr unterschiedlich verhalten, je nachdem, wieviel Sauerstoff sie ausgesetzt sind (publiziert in Circulation Research). Zuviel Sauerstoff verursacht Stress, so dass sich die Zellen beispielsweise nicht mehr bewegen, flach werden, auf ihrer Unterlage "kleben", jede Menge freie Radikale produzieren und andere Gene exprimieren als unter in-vivo-Bedingungen.

Mein Senf dazu:
Dieses auf den ersten Blick völlig unscheinbare Ergebnis könnte bedeuten, dass Milliarden an Forschungsgeldern in den Sand gesetzt wurden. So basieren beispielsweise viele Erkenntnisse der Krebsfoschung und der Antioxidantien- oder Phytochemikalienforschung auf Zellkultur-Studien. Die Ergebnisse von "open-air"-Versuchen dürfen nach Sens Erkenntnissen jedoch nicht auf die Situation im Körper übertragen werden.


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