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Der glycämische
Index (GI) ist schon 20 Jahre alt - aber gerade mal
wieder sehr en vogue: Es handelt sich um eine
Maßzahl dafür, wie stark der Blutzuckerspiegel nach
einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit ansteigt.
Dabei wird eine standardisierte Menge des
betreffenden Lebensmittels (z.B. Kuchen oder
Kartoffeln) mit jenem Blutzuckeranstieg verglichen,
zu dem es kommt, wenn die gleiche Menge an
Kohlenhydraten in Form von Weißbrot oder
Traubenzucker gegessen wird.
Hintergrund: Der Blutzuckeranstieg beeinflusst die
Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse.
Dieses Hormon ist für die Kohlenhydratverdauung
unentbehrlich. Zuviel Insulin im Blut gilt jedoch
als bedeutender Risikofaktor für eine Reihe von
Zivilisationsleiden. Deswegen sehen einige
Wissenschaftler im GI eine ideale Entscheidungshilfe
bei der täglichen Lebensmittelauswahl. |
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Was Sie dazu
noch wissen sollten: |
Mittlerweile gibt es
Tabellen mit dem glycämischen Index für eine ganze
Reihe von Lebensmitteln. Und tatsächlich haben
empfehlenswerte Lebensmittel wie Gemüse und Salat
einen niedrigen GI, während Zucker und Torte einen
hohen GI aufweisen. Doch schon bei Kartoffeln
scheiden sich die Geister: Seit langem als überaus
gesunde Kohlenhydrat-Lieferanten gepriesen, fallen
sie aufgrund ihres hohen GI nun durch!
Auch essen wir keine einzelnen Lebensmittel, sondern
Mahlzeiten. Der GI einer Mahlzeit lässt sich aber
nicht einfach anhand der Werte für die Zutaten
berechnen.
Außerdem ändert er sich bei ein und demselben
Lebensmittel je nach Verarbeitung, Textur,
Kombination mit anderen Speisen oder wenn Säure,
z.B. ein Schuss Essig zugegeben wird. Aufgrund
solcher Anwendungsprobleme bleibt der GI umstritten. |